June 9th 2016
Globalisierung
Haben uns heute länger mit einem Kanadier unterhalten. Wie auch schon andere kanadische Locals andeuteten, beschrieb er, wie sich die Preise für das Wohnen (Miete oder Kauf) im Bereich Vancouver und Umgebung über wenige Jahre (seit 2013) mehr als verdoppelt, bei Kaufimmobilien sogar verdreifacht haben. Immobilien werden hauptsächlich zur Kapitalanalge gekauft und es werden absurde Preise bezahlt, eben aufgrund der horrenden Teuerungsrate. Wenn das mal nicht nach Immobilienblase/Bankenkrise in den USA 2008 erinnert… Viele der Käufer/Anleger sind finanzstarke Personen und Firmen aus dem asiatischen Bereich. Viele Kanadier entscheiden derzeit zwischen Famile oder zentraler Wohnung, wobei zentral auch noch 60km von Vancouver Downtown entfernt beinhaltet. Ist das nicht krass? Für bezahlbare Mietwohnungen stehen 20 oder 30 Interessenten schlange – genau wie in Berlin.
Es ist also ein besonders ungünstiges Zeitfenster für einen Immigrationsversuch. So scheint es. Unsere Chancen stünden also ungünstig, wollten wir länger als 12 Monate durchhalten.
Mittlerweile sind wir aber auch einen weiteren Schritt weiter, was unsere Budgetschonung angeht. Bigger ist better:

Großformatige Crackers, Haferflocken und 4l Quelwasser aus Kanda schonen den Geldbeutel
Noch dazu haben wir heute einen neuen Laden ausgecheckt: Nofrills Market an der 4th Avenue in Kitsilano. Das ist nah dran und die haben gute Preise bei vielen Produkten. Auch haben wir unsere Strategie geändert: Von „Nahrung soll Bio“(Berlin) sind wir in Vancouver zu einer breiteren Streuung von Lebensmittelquellen übergegangen. Eier, Obst und Gemüse wo es geht Bio, Wasser, Nudeln, Reis, Haferflocken und alles weitere bei Safeway, Choice Market oder Nofrills, möglichst aus „lokaler Produktion“ (also British Columbia bzw. Kanada). Käse und Fleisch gibt es nicht. Fisch haben wir noch keinen gefunden. USA-Ware vermeiden wir wo wir können.
Die Kinder fühlen sich hier wohl. Wir leben ja auch in einer paradisischen Kunstwelt, die mit den Armutsproblemen und den Verdrängungseffekten da draußen nichts zu tun hat. Abgetrennt durch den Pacific Spirit Wald ist die UBC ein behüteter Ort der Ruhe. Mit eigener Polizei- und Feuerwache und eigenem Krankenhaus. Hier ein paar Bilder von heute Morgen:
Wir nutzen den Platz auch redlich aus. Cuno flitzt mt seinem neuen Bike die Wege entlang und Alma freut sich über die vielen Spielsachen die überall rumliegen und mit denen jedes Kind spielen darf (communal toys).
Ich habe jetzt auch das Forstgebäude auf dem Campus entdeckt (bisher nur von aussen) und möchte als nächstes die Bibliothek aufsuchen. Denn die ersten Leseempfehlungen kommen langsam und ich will anfangen, mich auf das Lernen vorzubereiten. Und dann will ich euch noch vom UBC-Bookstore erzählen und das must-have UBC-Foto präsentieren. Also bis zu nächsten mal! C.