June 19th 2016
Eine Weile ist vergangen und eine Menge passiert.
Lynn Canyon Park
Ein Nachmittagsausflug zur Hängebrücke am Lynn Canyon führte uns ca. eine Autostunde von UBC entfernt an den östlichen Rand North Vancouvers ins Lynn Valley. Das war der fällige Ausflug, denn vor lauter Alltagsorganisation dürfen Trips ins Umland nicht fehlen, wir wollen das Land ja auch kennenlernen-nicht nur die (mitllerweile schon besser bekannte) Stadt mit ihren vielen Stadtteilen.
Also stürtzten wir uns mutig auf die von dicken Stahlseilen getragene, recht wackelige Hängebrücke über den Lynn Creek, der ca. 50m unter uns tosend durch sein felsiges Bett tobte. Am Ende der Hängebrücke wartete ein alter Douglasien (Pseudotsuga menziesii), Lebensbaum (Thuja plicata) und Hemlockbestand(Tsuga heterophylla). Mit Worten genauso schwierig zu beschreiben wie mit Fotos ist die Erhabenheit und Würde dieser Waldgesellschaften. Ich versuche es dennoch mit beidem:
Wir waren alle sehr beeindruckt und es hat mich im Herzen erfreut zu sehen, wie Cuno sich in dem Wald bewegte und alles in sich aufgesogen hat. Er ist ein richtiger Waldmensch geworden und trug auch als einziger vorbildlich eine leuchtende Warnweste. Denn ja: wer hier die Wege verläßt ist in Gefahr. Nicht nur vor Bären und Pumas, Insekten und Spinnen (die berüchtigte schwarze Witwe ist hier heimisch), sondern auch davor, sich zu verlaufen, zu stürzen oder ohne genug Essen oder Trinken in Not zu geraten. Deswegen stehen am Eingang auch deutliche Warnschilder mit der Bitte, leuchtende Kleidung zu tragen und unbedingt auf den Wegen zu bleiben- gut gemacht, Cuno!