June 21st 2016
Good bye Laundrycenter
Wieder ein neues Stück im Haus: eine gebrauchte Whirpool Ultimate Care Heavy Duty Super Capacity Plus! Noch Fragen? Unser kleines Haus hat keine eigene Waschmaschine. Zufällig ist dafür auch weder ein Anschluss noch ein Platz vorgesehen. Aber zufällig ist schräg gegenüber eines von zufällig sechs Laundrycentern, indem je 6 Waschmaschinen und Trockner auf „pay per wash“-Kunden (UBC Familien) warten. Nun braucht man ja saubere Kleidung, und so brachten wir unsere Wäsche stets dorthin. Aber:
- Der Waschgang kostet 2 – 2,5$, je nach Programm
- Das längste Program läuft 44 Minuten
- Danach ist die Wäsche noch voller Waschmittel
- Also nochmal waschen (Ka-tsching! Nochmal 2,5$- wieder ein Zufall?)
- Danach ist die Wäsche mäßig sauber (fairerweise muss ich zugeben, dass ich mit Wäsche (auch) Almas Stoffwindeln meine) Aber kein: „Iiiiiiiihhhhhh!“- das grobe Zeug kommt natürlich vorher ins Klo- nur um alle Missverständnisse auszuräumen: Alle Stoffeinlagen kommen vorgereinigt in die Maschine)
- Für Wasser und Strom zu Hause zahlen wir nicht extra, diese Kosten sind in der Miete inbegriffen
Somit addieren sich unsere Waschkosten bereits nach knapp drei Wochen UBC-Wäsche auf ca 70$. Das wird also bei 90$-100$ pro Monat hinauslaufen…Wir bleiben aber ein Jahr und haben (wie ihr wisst) Sparzwang. Also ab zu den Nachbarn (aha, die haben sich eine eigene Waschmaschine in die Küche reingestellt), danach ins Internet und dann zu Vancity Appliances in die 2900 Simpson Road, Richmond, gleich neben IKEA. Danke Craigslist. Dort, in einem fensterlosen Lagerraum ohne jeden Luxus, reiht Chris, der Vancity Verkäufer, seine gebrauchten Maschinen, Kühlschränke und Herde dicht an dicht unter Neonlicht aneinander. Alles mit rustikalem Altmaschinencharme aber sauber, und der Typ saunett (erinnerte etwas an Tony Soprano). Da haben wir uns dann diesen Riesentrümmer von Waschmaschine für 200$ gekauft, danach nochmal in100$ beim kanadischen Bauhaus (Home Depot) für Schläuche, T-Stücke und Adapter investiert und das ganze dann mit deutschem Handwerkersinn an die kanadische Küche angeschlossen (Eigenlob, ich weiß…). Und was soll ich sagen: Et looft! Tadaaaa:


Unsere Sitzecke ist unweigerlich maßiv eingeengt, aber wir passen uns an. Auch die Wasserzu- und ableitugen treiben dem Handwerker die Tränen in die Augen, doch Löcher in die Küche bohren ist nicht erlaubt. Daher als Überlandleitung bei dauerhaft geöffneter Schranktür. Muss ich hinnehmen. Gerade läuft unser Riesenbaby und muss gleich die höchste Hürde in Sachen Anforderung meistern: Almas Windeln, ihr wisst schon… Mira ist happy, und ich rechne schnell gegen: Noch 11 Monate, also ca. 1.000$ Waschcenter (und jede Menge Frust) gespart. Minus 300$ Investition macht 700$ auf der hohen Kante und bei Verkauf kurz vor Schluß winken nochmal 150$. Also hey, Schulterklopfer in Sachen Haushaltskasse und hygienetechnischer Selbtbestimmung. Wie das Waschergebnis ist werden wir gleich sehen. Needless to say: Unser Chevy hat uns vier und die Waschmaschine komfortabel und stoisch im 15L/100km Takt kutschiert. Dem ist das schnurzpiepegal- und ich hab ja jetzt Spritgeld! Irgendwie geil. 😉
Nachtrag zum Vatertag (19.06.2016)
Nach zwei Wochen vergeblicher Fahrradsuche in allen Möglichen Gassen, Läden und Internetquellen hat es mir gereicht. Statt um die 300$ für ein gutes gebrauchtes Mountainbike aus den 90ern oder 80-100$ für zeitlose, totale Schrotthaufen habe ich mir ein neues Rad gegönnt: Dieses Roadbike für 440$ inkl. Steuern. Find ich vertretbar, ich werd viel fahren und kann es am Ende behalten oder verkaufen. Hab schon zwei kurze Besorgungsfahrten gemacht und bin total zufrieden. Bilder folgen. Jetzt Wäsche aufhängen.
C.