Wir erleben einen kühlen und grauen Sommer- bis jetzt… Selten nur klettert das Thermometer über 20 Grad und ich müsste lügen wenn ich behauptete, dass es nicht stört. Viele von den geplanten Vormittagsaktivitäten fallen wegen Regenschauern aus, so beispielsweise Cunos Soccer Training. Wir gehen daher jetzt einmal pro Woche zum Nachmittagstraining wo auch bei Regen gespielt wird. Danach einkaufen und das wars mit dem Samstag (den Vormittag haben wir drinnen verbracht) – irgendwie hatte ich mir das anders vorgestellt. Auch beim Training sind anstatt der acht gemeldeten Kinder nur vier. Doppelt so viele wie beim Acadia Trainig, immerhin.
Wir leben auf dem Campus weit entfernt von Stadt oder Wildnis. Aufgrund der Lage dauert es immer mindestens eine Stunde bis wir aus der Stadt raus kommen nachdem wir sie einmal komplett durchfahren haben. Somit wird die tolle Lage auf der Landzunge zum Nachteil für unsere Mobilität. Auch die Berge auf der anderen Seite der English Bay sind nah und doch so weit entfernt. Nachher wollen wir mal dorthin, zum ersten Mal seitdem wir in Vancouver sind. Dort soll es einen tollen Hike geben, den Cypress Trail, von dem wir tolle Ausblicke auf unsere UBC Seite der Bay haben sollen.
Vorgestern habe ich meine zweite Lernwoche beendet und ich komme gut voran, die Bibliothek ist eine tolle Lernumgebung und hält soviel Wissen bereit, dass man beinahe davor erschreckt! Etage für Etage reihen sich die Regale in langen Reihen nebeneinander auf. Dazwischen eben nur so viel Platz, dass ein Mensch durch laufen kann. Es gibt 11 Büchereien hier… Die Lösungen für 99% aller Probleme sind aufgeschrieben, soviel bin ich bereit zu behaupten. Nur an der Umsetzung hapert es-aufgrund des globalen Störfaktors Geld.
Jetzt scheint die Sonne doch plötzlich, danke! Also schnell was essen und dann raus zum wandern und Kopf frei kriegen trotz Nizza, Erdogan und Baton Rouge… Auch das macht diesen Sommer irgendwie grau. Diese unendliche schwarze Liste des Krieges der Menschheit gegen sich selbst.
C.