Wir haben jetzt einen Garten! Patch 72 ist ab sofort Schrötersche Wachstumszone (als hätten wir davon nicht schon genug…;-) ) Über den Direktkontakt zu Keith ging das ganz unbürokratisch und mit dem Charakter einer Geheimabsprache- aber was soll es! So ein Jahr ist schnell vorbei, wir sind mitten in der Saison, Albrecht ist weit und breit nicht zu sehen, also müssen wir ran: Warteliste überspringen und direkt losackern. Und so sieht er aus:

Objekt: Überwucherte Parzelle, Arbeitsmittel: rechts unten, kleine Schüppe mit gelbrosa Griff, Auftrag: Umgraben!
Eine erste Besichtigung der Parzelle ergab folgende Inventur: 95% flächig mit irgendeiner Leguminose überwachsen (weeds), 1 großer Rosmarin, 1 Lauch, 2 Zitronenminzen, 1 großer Thymian und 1 großer Salbei. Ein paar andere Wildwüchse.

Die Rodung beginnt
Nach einer guten Stunde waren wir den Flächendecker los und konnten mit dem Umgraben beginnen. Zum Glück gibt es einen kleinen Schuppen mit wirklich ordentlichem Werkzeug: Spaten, Harke, Haue usw. für große und kleine Hände. Schubkarren, Gießkannen. So konnten alle mitmachen!
Am Ende des Tages sah unser Garten dann so aus:

Parzelle 72 bereit für das Samenlegen, von vorne rechts unten nach hinten oben links: „Alma´s Wilde Ecke“, Zitronenminze, unbekanntes Kraut, Salbei, Steinplatten,Thymian, Rosmarin, wilde Ranken (mittlerweile entfernt)
Wie schnell sich mein Körper bereits an das laue Studentenleben angepaßt hat ist auf dem folgendem Bild zu sehen:
Nun ja, soweit ist es schon gekommen…
Da wir nur noch drei Monate Zeit haben und bei Null beginnen mußten wir uns bei der Aussaat auf schnell reifende Kräuter und Kälte erragende Gemüse beschränken. Wir haben daher Basilikum, Petersilie und Koreander, Kohl und Grünkohl ausgewählt. Erstere sind schnell genug und letztere ertragen die Kälte und schmecken auch besser, wenn kalt geerntet. Mit dem was bereits da ist wird das unser persönlicher G72-Gipfel. Alle waren übrigens ganz begeistert vom Gärtnern, Cuno hat sich voll ins Zeug gelegt und ist jetzt Bewässerungsbeauftragter. Mira steckte nach eigener Aussage „Ellenbogentief im Schlamm!“, was ich als nüchterner Betrachter genau so bestätigen kann.

Tag 2, vorne schon gesät, hinten bringen wir noch etwas „Seasoil“Mutterboden ein um im schattigen Bereich etwas Power zu geben
Heute haben wir dann alles ausgesät. Nachdem sich der Boden über Nacht etwas setzen durfte, zogen wir Linien und brachten die Samen ins Feld.
Wir hoffen, dass wir in zehn Tagen über unsere ersten Keimlinge berichten können. Das Wetter ist gut, wir werden regelmäßig nach dem rechten sehen.
C.