Sozialisation 2.0

Über eine Verabredung zum gemeinsamen Essen mit dem schräg-gegenüber-Nachbarn Guy sind wir ein Stück weiter in die Acadia Park Familiengemeinschaft gerutscht. Guy (Doktoranwärter in Koreastudien, aus Tel-Aviv und seit 5 Jahren an der UBC) ist ein absoluter Menschenfreund und quatscht auch alle an. Im Prinzip gibt es hiern niemanden, der den langhaarigen, bärtigen Guy nicht kennt: „Ah Guy?! Yes, he is a nice guy!“ Seine Frau ist hochschwanger (kurz vorm platzen) und seine Kinder (7 und 3) sind hier aufgewachsen bzw. geboren.  Guy züchtet Pilze, Käse und braut allerlei Mittel- und Hochprozentiges aus allen möglichen Sachen, kennt alle Läden, backt Brot und ist Experte für koreanische Küche: Kurzum- ein Selbermacher.

Sein Nachbar ist Keith (USA) mit seiner kanadischen Frau und ebenfalls zwei Kindern (6 und 0). Beide sind Biologen und Keith betreut die Acadia Park Community Gardens- begehrte kleine Patches aus Hochbeeten wo einige Familien gärtnern dürfen.

Cuno und Alma haben sich sofort mit den anderen zusammengeschlossen und im Nu war die Bande unterwegs. Hinter Guys und Keiths Häusern zieht sich eine Wiese mit leichter Schräge und einem gewundenen Weg entlang, einige hohe Eichen verleihen dem Streifen Parkcharakter und die Kinder können dort herrlich toben, Verstecke bauen und spielen.

Keith und ich haben die Kinder auch reichlich mit Fussball und Frisby bespaßt; Erwachsene gegen Kinder (9:11 Niederlage für die Erwachsenen, bzw. 9:10-je nachdem wer gezählt hat) und Piggy in the middle beim Frisby (Cuno sagt immer Chrisby…)

Später gab es dann koreanische Nudeln aus Süßkartoffeln, Reis in Algenblättchen und Eistee unter freiem Himmel mit allen- lecker, luftig und sozial! Die Kinder haben sich sofort verabredet und da wir nah dran wohnen wird das kein Problem darstellen. Wieder ein Stück rein in die Gemeinschaft!

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