Time management & Notaufnahme

Gruß aus Vancouver!

Hier sind wir wieder, vier Berliner (plus einer im Bauch) für ein Jahr in Vancouver, an der UBC.

Mein Programm hat wie im MSFM Teil dieses Blogs beschrieben am 22.08. angefangen. Faktisch ist Mira dadurch mit den Kindern nun tagsüber allein. Mein Wochenplan ist ziemlich üppig, oft bin ich „klassisch“ von 9 bis 5 weg. Cunos Fußballtrainingscamp ist nun vorbei- wir suchen ihm was neues. Er möchte gerne weiter Fussball trainieren- find ich gut!

Alma macht wie Cuno riesige Entwicklungsschritte und wir erfreuen uns weiterhin an den Kindern. Aber die kleine Bande kann auch ganz schön fordern- was vor allem Mira abfängt. Da ist es gut, dass das Wetter noch gut ist. Die Sandkiste vor der Tür und der kleine Spieltplatz gegenüber, hinter dem Cunos Freunde wohnen, sind gut besucht und beliebter Treffpunkt für Kids und Eltern. Unsere Nachbarn aus Saudi-Arabien sind toll und gesellig- nächstes Wochenende kochen und essen wir zur großen Vorfreude aller Beteiligten gemeinsam.

Durch meine lernbedingte Abwesenheit wird gemeinsame Zeit zu einer besonders kostbaren Resource und wir zehren noch etwas von dem Pool an gemeinsam verbrachten Nachmittagen der letzten Wochen. Unsere Wochenendeinkäufe sind ein großer Bestandteil von gemeinsam verbrachter Zeit, aber nicht so besonders abenteuerlich. Obwohl ich glaube, dass ich der einzige bin der das so sieht.

Also müssen wir Zeit gut einteilen: ein gutes Zeitmanagement ist gefragt. Im Privatleben sowie auch im MSFM Programm, wo es nun von allen Seiten Aufgaben, Assignments und Quizes gibt. Aber dazu mehr im MSFM-Teil des Blogs.

Vorletzte Woche war ich für eine ganze Woche in Nelson, B.C., zur sogenannten „Eintauchwoche“ (Immersionweek). Das war hart, vor allem für Mira, weil sie zum Ende der Woche eine Mandelentzünung bekam. Als ich wieder nach Hause kam war der Stand der Dinge so schlecht, dass wir Sonntag Morgen in die Notaufnahme vom UBC-Krankenhaus gefahren sind und Mira direkt ein Antibiotikum per venösem Zugang verabreicht bekam… Damit war sie erstmal zwei Tage ausgenknockt und gottseidank hat das Mittel geholfen und sie kam schnell wieder auf die Beine. Für mich hieß das natürlich volles Programm und danach direkt wieder an die Uni und eine Woche Vorlesungen/Tutorials und Labs. Heute dann Großeinkauf und Morgen dann endlich: einen tag ausspannen. Beginnen werden wir mit Sandwichfrühstück am Strand, yeah!

Der kleine Mensch im Bauch wächst fröhlich vor sich hin: neulich durften wir Ultralschallbilder anschauen. Alma und Cuno fanden das aber irgendwie langweilig und haben derartig rumgezappelt, dass ich mit ihnen raus mußte, als die Ultraschallvorführung gerade begann… Grr. Die Hebammen hier sind sehr nett und auch wenn wir das Geburtshaus vermissen sind wir guter Dinge, dass es hier auch toll klappen wird.

Unser trautes Heim ist und weiterhin eine liebe Bleibe, die Waschmaschine looft und auch das Auto fährt weiterhin sehr passabel. Weiter so!

Heute haben wir übrigens etwas sehr besonderes gemacht. Dafür gibt es sogar einen extra Absatz mit Überschrift:

Essen gehen

Ja! Heute waren wir zum ersten Mal seit dem verlorenen Halbfinale (die bessere Mannschaft schied aus, ihr wißt noch? Fussi EM) wieder in einem Restaurant essen. Und zwar genau am Ort der Halbfinalniederlage: Dem Wolf and Hound Pub am Westbroadway in Kitsilano. Wir erinnerten uns an die leckeren Fries und „Grilled Cheese“ und da wir sehr diszipliniert in Sachen Geld für Essen ausgeben waren sagten wir einfach: „Ja- wir gehen heute essen!“ Wir hatten Chicken-Jalapeno Sanwiches und die Kinder Grilled Cheese mit Fritten- dazu eine Apfelschorle und einen Cranberrysaft! Hmmmm- wir fühlten uns wie Könige!!!

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