Neulich, nach der Ring Ceremony für alle Graduierten, fuhr ich mit Freunden nachts nach Hause: von Downtown Vancouver Waterfront über Granville Bridge durch Kits zur UBC. Und genau dieses Gefühl stellte sich auf der nächtlichen Fahrt über die 4th West ein- zu Hause. Tatsächlich ist mir und uns Kitsilano, UBC und Vancouver ans Herz gewachsen. Mittlerweile vertraute Läden und Straßennamen ziehen vorrüber bei der Fahrt von oder zur UBC. Freunde und Bekannte sind auf einmal überall. Wir fühlen uns zunehmend wohler und halten die Zeit doch nicht fest. Sie verrinnt und am nicht mehr fernen Horizont taucht er auf und wirft seinen Schatten: der Berliner Bär. Hier haben wir Schwarzbären, Grizzlybären, sogar geheimnisvolle und sagenumwobene „Spiritbears“ auf Haida Gwai und im Great Bear Rainforest. Und wenn man wollte sogar Eisbären. Aber es ist eben dieser Berliner Bär, der uns in seinen Bann zieht. Laut und hektisch, oftmals aggressiv und ohne Verständnis, unsicher und zerrissen, zu oft planlos wirkend und taumelnd zwischen den Konflikten unserer Zeit. Berliner Bär, Berliner Schnauze. „Guten Morgen Berlin- du kannst so häßlich sein, so dreckig und grau…!“ Es ist natürlich nicht so einseitig. Denn Berlin ist unsere Heimat, unsere Wurzeln sind dort, haben sich aber gelockert während des Jahres in Vancouver. Mira sagte kürzlich: In Berlin ist die Logik und hier das Lebensgefühl. Und ja, das stimmt vollkommen. Wie freundlich die Menschen uns hier begegnet sind! So offen und hilfsbereit. Hinschauend, nicht abgewendet, behalten wir die Kanadier der Westküste in Erinnerung. Und sagen Danke an all unsere Unterstützer- in Berlin und in Kanada. Thank you so much!