Nanaimo

Weiter nach Nanaimo (kommt da wohl der in BC so beliebte Nanaimo Bar her?). Diesmal soll es ein Inselabenteuer werden: Protection Island, dem Hafen von Nanaimo vorgelagert, kein Autoverkehr auf der Insel. Nur eine Personenfähre verbindet einmal stündlich tagsüber die Insel mit dem Festland von Vancouver Island. Fährfahrt dauert 10 Minuten. Was nach Abenteuer klingt is es auch: denn wir müssen all unser Zeug für 2 Übernachtungen (und ich meine ALL unser Zeug) und drei Tage zu Fuß auf die Fähre schleppen. Und da Parklplätze in direkter Nähe zum Pier nicht vorhanden sind heißt es Familie samt Zeug am Steg ausladen und einen Platz für den Chevy finden. Denn der kann ja nicht mit rüber. Eine feine Lokistikübung und Stresstest zugleich denn in 15 Minuten legt die Fähre ab und wir sind abend um sieben schon auf der letzten Rille was das Schlafengehen der Kinder anbelangt. Zum Glück konnte ich noch einen Tiefgaragenplatz ergattern, Parkticket für 48 Stunden kaufen und im Vollsprint zurück zum Hafen wo die Fähre schon mit blubbernden Motor darauf hinweist, dass es bereits 2 Minuten nach ABlegezeit ist. Also Kind und Kegel an Bord und den Kahn beinahe zum Kentern gebracht mit all unserem Plunder. Die Insulaner müssen auch gedacht haben die spinnen die Germanen! Dennoch erwiesen sich diverse Passagiere als sehr hilfreich und wir bekamen diverse Angebote uns zur Air BnB von Marylin und  Doug zu fahren- per Golf Caddy! Denn die sind auf der Insel das einzig zugelassene motorisierte Fortbewegungsmittel. Das war noch einmal großes Abenteuer für die Kids und nach 500m in 2 Caddys hatten wir unser Ziel erreicht. The Time Out Bed and Breakfast von Marylin und Doug.IMG_6362

Im sehr netten, im Vergleich zu Victora sehr kleinen, Apartment von Marylin und Doug haben wir mit viel Möbel rücken und Couch ausziehen dann letztendlich zwei Schlafstätten zurecht gemacht: Mira und die Kinder in der Schlafecke und ich auf der Couch neben dem Elektrokamin. Cuno kam immer mitten in der Nacht rüber zu mir und wir teilten, uns ganz Vater und Sohn, 120cm Matratzenbreite und eine dünne Baumwolldecke.

Der Nächste Tag begann rauh und windig und endete sonnig und mild. Die Insel haben wir zunächst nicht verlassen und die langsam verstereichende Zeit mit Strandgängen (kieselig und lauter Krabben) und rumforschen verbracht. Als wir dann nachmttags in weiser Voraussicht der kommenden Abreise schon einige unserer Utensilien zurück aufs Festland bringen wollten verpassten wir direkt die Fähre um 5 Minuten- nächste Abfahrt in einer Stunde. So zur Langsamkeit gezwungen entdeckten wir den direkt am Fährableger angesiedelten Inselpub Dinghy Dock: einzigartiges Essen! Wir ließen auch die nächste Fähre ablegen um noch in Ruhe einen Nachtisch zu löffeln und das Flair der Insel zu genießen. Toll!

Mit gutem Essen im Bauch und einen Schritt näher an der Langsamkeit gingen wir, voller Vorfreude auf die Querung von Vancouver Island am kommenden Tag, ins Bett. Gleichzeitig war uns unser letztes Frühstück auf Protection Island so schön, dass wir traurig waren die Insel schon wieder zu verlassen: Marylin hatte unsere großen Kinder morgens mit zum Waffel backen abgeholt und mit ihnen unser Frühstück gemeinsam vorbereitet. Da sie schon sechs Enkelkinder habe, könne sie auch sofort noch unsere mit in die Familie aufnehmen, sagte sie. Cuno und Alma waren auch etwas in love mit Marylin. Thank you so much Mrylin and Doug for the great time on Protection Island.

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Fährdock von Protection Island – ein Hauch mediterranes Griechenland unter kanadischer Flagge

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