Schnitt

Plötzlich kam der lang erwartete Tag: Abreise. In unserem Fall bedeutete dies die Übergabe einer leeren Wohnung an den Untermieter. Faktisch (und theoretisch) sollte die Aufgabe klar sein – aber in der Umsetzung sind wir voll ins Schwimmen geraten. Nachdem das Gros der Einrichtung weg war blieben immer noch gefühlte tausend Sachen übrig die werder weggeschmissen werden sollten, noch mitgenommen und eigentlich auch nicht irgendwo zwischengelargert. Dazu weiterhin der volle Familienbetrieb, Arbeiten gehen und in Gedanken schon in Vancouver. Kurzum, am Vortag der Abreise haben wir mit Hilfe von Miras Eltern den ganzen Tag geschuftet um fertig zu werden.Danke!

Am Montagmorgen dann ein letztes Mal die Forstgruppe in prächtiger Formation vor dem Balkon: In bewährter Angriffsmethode war die Wohnung ruckzuck ausgeräumt: Matratzen, Müllsäcke, Müllsäcke, Müllsäcke, einiges Kleinmobiliar und ein paar Werkzeuge und nützliche Dinge zur weiteren Verwendung durch Dritte, noch ein paar Kleinigkeiten und dann war die Wohnung, unser zu Hause, leer. Das war ein Schnitt. Koffer ins Taxi, Abschiedsfoto, Ciao Jürgen, pass auf Dich auf, machs gut Roland, bleibt sauber Jungs und Mädels von der Forstgruppe; rein ins Taxi und tschüss Bundesallee 132.

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Kein Schlüssel mehr in der Tasche, dafür ein Großraumtaxi voller Gepäck und eine Zukunft ohne randscharfe Konturen. Die Kinder machen super mit, wir gehören zusammen. Jetzt geht es los.

Goodbye Berlin, du kannst so schön schrecklich sein!

 

Ein Gedanke zu “Schnitt

  1. ach ihr lieben!
    wir vermissen euch schon jetzt und denken viel an euch!
    und wenn ich eure fluggeschichte so lese fällt mir dieses goethe (?) – zitat ein:
    *auch aus steinen, die einem in den weg gelegt werden, kann man schönes bauen.*

    ich beneide euch, das ist der stoff, aus dem tolle erinnerungen gemacht werden 🙂
    seid umarmt!
    daniela

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